Reviews Season 2
 
Folgenindex (Staffel x Folge)
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Folgentitel(Deutsch)
2 x 22
Cogenitor
 
2 x 23
Regeneration
 
2 x 24
First Flight
 
2 x 25
Bounty
 
2 x 26
The Expanse
 
 


Der Notenschlüssel geht von 1 - 10, wobei 1 das schlechteste und 10 das beste Ergebnis darstellt.


Folge 22

Cogenitor | Folgendindex

Plot:

Die Enterprise trifft in der Umlaufbahn eines Sternes der zur Supernova wird, auf die Vissianer; die ebenfalls den Stern untersuchen. Es stellt sich heraus dass sie friedliebende Wissenschaftler sind. Die beiden Crews verstehen sich untereinander sehr gut, bis auf Trip der feststellt dass die Vissianer ein drittes Geschlecht haben und dass "es" offenbar nicht gleichwertig ist. Er versucht ihr das Leben schmackhaft zu machen, währenddessen erkennt es dass es nicht mehr länger unter ihresgleichen leben möchte, und bittet um Asyl. Archer stimmt dem aber nicht zu, und einige Zeit später begeht der Cogenitor Selbstmord.

Review:

Es ist eine gute Folge zum Beginn meiner Kritikserie. Um es klar zu sagen; es war einer der besten Folgen überhaupt. Aber der Reihe nach:
Am angenehmsten war wohl die Tatsache, dass man glücklicherweise auf eine Rasse trifft, die einen nicht atomisieren will. Trip bemerkt es auch während der Folge, und ich frage mich ob das nicht ein kleiner Insider war….

A
rcher findet wieder einmal zum Wissenschaftler in sich zurück, ganz angenehm nachdem er in „The Crossing“ die nebulösen Wesen vernichten wollte; ohne auch nur eine friedliche Lösung in Betracht zu ziehen. Hier wird er zu dem Charakter dem er schon eine Weile hinterherläuft. Was für eine Abwechslung.

Der Hauptstrang von Trip und dem "Cogenitor" hatte mich an Riker’s Zwischenfall mit den androgynen J’naii erinnert. Man kann sogar von einer Kopie sprechen, obwohl sie auf jeden Fall nicht so schlimm ist, wie u.a Acquisition, Judgement, oder die nächste Folge Regeneration; im Gegenteil, hier war das Abkupfern sogar eine gute Idee.

Trips Entscheidung hier zu helfen, ist in mehrfacher Hinsicht ein interessanter Aspekt: Menschen, damals wie heute, versuchen gerne alles auf ihren Standard zu bringen, weil wir uns gerne für superior halten. Insofern muss ich dem vissianischen Ingenieur Recht geben, als er bemerkte dass wir keine Ahnung von ihrer Kultur haben.

Selbst wenn wir annehmen das die Vissianer einen Grund haben die Cogenitoren dumm zu halten von dem wir nichts wissen, wie beispielsweise die Vergriffenheit (kein Wunder bei 3% der Bevölkerung), wie es auch angedeutet wird. Möglicherweise will man nichts riskieren, denn ein ungebildeter Geist rebelliert nicht gegen seine Rolle, und es wird noch schlimmer, da es ja um die Reproduktion geht, ein essentieller Bestandteil und sicherlich auch Recht einer jeden Kultur – allerdings hat Trip das Recht einzugreifen, weil er alles falsch sieht?

Archer und Picard (aus der Folge oben) machen interessanterweise ein und dasselbe; sie entschließen sich; nicht in die Kultur einzugreifen und den Dingen ihren Lauf zu lassen. Irgendwo sieht man da eine Doppelmoral; hat Archer doch den Flüchtlingen in "Judgement" sehr wohl geholfen, nicht nur weil sie seine Hilfe brauchten, sondern weil Archer wusste, das die Klingonen diese Leute unterdrückten. Zugegeben, Archer kam damals nicht dazu zu verhandeln, aber er hätte die Flüchtlinge nie rausgerückt, und das macht er auch klar – hier ist er mit einer Entscheidung schnell bei der Hand. Relation?

Es ist gar nicht so einfach den menschlichen Standard nicht zu übertragen; Archer hat dies nicht beachtet und für mich in der Schlussszene überreagiert. Archer war verblendet, wohl auch deswegen, weil er sich mit dem Captain des anderen Raumschiffes so gut verstand. Er hätte sich zumindest in die Lage Trips hineinversetzen können. Zwar argumentierte er damit dass sie jetzt tot wäre, die Beziehungen zu den Vissianern gestört seien und das Paar jetzt für eine weitere Weile kinderlos bleiben werde, während Trip 'nur' das Wohlwollen des Cogenitors im Sinn hatte. Im Endeffekt haben beide wohl 'Recht'; sowohl Archer, der für eine Nichteinmischung gewesen wäre, was aber den Cogenitor weiter dumm gelassen hätte, noch Trip der genau das Gegenteil vertritt aber im Endeffekt den Tod eben dessen mitzuverschulden hat.

Ein Urteil darüber zu fällen ist meiner Meinung nach gar nicht möglich. Wenn man versucht einen Schuldigen zu finden; so wird man in dieser Folge nicht fündig: Star Trek Fans erinnern sich an den Begriff Kobayashi Maru oder für Non-Trekker: ein No Win Szenario.

Die Nebenplots waren kurzweilig, bei Archer durften sich die SFX Techniker austoben, und Reed hatte eine nette Alienbegegnung der dritten Art, ähnlich O’Brien in DS9: Destiny / Trekors Prophezeiung (selbst der Witz mit dem Kopfstoss war derselbe). Es zeigt uns einmal mehr, das andere Kulturen, die Dinge anders "anfassen", ein auch nicht unwichtiger Aspekt

Wertung:

Die Effekte waren wieder einmal sehr gut; beim vissianischen Schiff musste ich schmunzelnderweise an die Protoss Kreuzer aus dem PC Spiel Starcraft denken. Die Sonne die zur Supernova wurde war schön dargestellt, und ich fand es toll, dass das Licht der Sonne ständig in das Schiff einfiel, wie es bereits bei "Generations" der Fall war.

8,9 / 10

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Folge 23

Regeneration | Folgenindex

Plot:

In der Arktis finden drei Wissenschaftler Trümmer eines Raumschiffes. Nach Untersuchungen finden sie Wesen die kybernetisch verbessert wurden; und nach einiger Zeit wieder zum Leben erwachen, und die Wissenschafter angreifen….

Auf der Enterprise bekommt man die Meldung, dass ein Shuttle von eben dieser Expedition die Erde verlassen, und in ihre Richtung unterwegs ist. Nach diversen Komplikationen, gelingt es der Enterprise durch eine List, das feindliche Schiff zu zerstören, allerdings nicht bevor es eine Subraummeldung in Richtung Delta Quadranten schicken kann, die in ca. 200 Jahren ankommen wird……

 Review:

 Resistance is futile. Jeder Trekker weiß sofort nach diesen drei Worten, was Sache ist. Fast genau nach 2 Jahren (das letzte mal in Endgame) Pause ist das eingetreten was sich niemand gedacht hätte; Die Borg sind zurück, wenn auch wahrscheinlich nur (hoffentlich) für diese Episode. Bei Beginn der Serie war man sich sicher; „Die Borg haben wir das letzte Mal gesehen“…..es gab zwar Scherze darüber; aber niemand hat sich das auch gedacht…..doch jetzt war es soweit.

 Jetzt nachdem ich die Folge gesehen habe, bin ich…reserviert. Ich bin nicht besonders glücklich über die Episode, erkenne aber an, dass es im Endeffekt nicht so schlecht gebracht war. Und trotzdem, wieder einmal sind es die Borg, die als Quotenfänger benutzt werden und wieder gibt es lausige Ausreden bzw. gar keine im Bezug zur Kontinuität.

 Fangen wir einmal mit dem Guten an; die Episode war spannend, die Effekte extrem gut (das bogifizierte Schiff war sehr gut gelungen), die Story (von der Kontinuität abgesehen) hatte dank der Borg, eben das gewisse Etwas, das eben nur Borg Stories haben. Die Schauspieler brachten eine gute Leistung, bis auf Reed, der für mich einfach zu zweidimensional ist, was aber nicht unbedingt die Schuld des Schauspielers ist. Mir gefiel es auch das die Binären aus TNG: 11001001 mit den Borg verglichen wurden, meiner Meinung nach ein Versäumnis, das jetzt aufgeholt worden ist. Auch der Soundtrack der Episode verdient eine Anerkennung; ich glaube auch Teile aus dem FC Soundtrack rausgehört zu haben, auf jeden Fall sehr stimmig, und gut gelungen.

 Jetzt kommen wir aber zum Eingemachten, trotz dessen das es eine interessante Idee gewesen ist Teile der Sphäre aus First Contact zu nutzen, so unlogisch ist das auch: Die Sphäre war komplett in FC zerstört worden;

1) Die Quantentorpedos haben sie in Stücke gerissen;
2) der Aufprall müsste den Rest erledigen
3) Ich bin immer wieder über die Heilfähigkeit der Nanosonden überrascht, wir wissen ja das sie in der Lage sind Tote zu erwecken; wie es bereits bei Neelix in VOY: Mortal Coil / Leben nach dem Tod, der Fall war , das ist etwas was mir schon in Voyager aufgestoßen hat.
4) Diese Drohnen agieren völlig selbstständig, offenbar stört es sie wenig das die Königin in FC gestorben ist, noch das sie nicht mit dem HIVE Bewusstsein verbunden sind. Ich erinnere mich an Sevens Probleme als Borg der vom Kollektiv getrennt worden ist, oder an Hugh der mir extrem verwirrt erschienen (TNG: I, Borg / Ich bin Hugh), diese Borg interessiert das nicht
5) Picard übersieht die Trümmerstücke?

Das geht weiter mit Phlox (obwohl John Billingsley das nicht schlecht hinbekommen hat, obwohl es teils aufgesetzt wirkte) dessen Metabolismus sich gegen die Nanosonden wehren kann; (was alleine nicht so schlimm wäre) allerdings findet er schneller eine Lösung gegen Nanosonden, als der Holodoc. Das ist nicht das einzige Mal, das Technologie des 22 Jhdt. sich besser erweist als die des 24. Stichwort Phasenpistolen: Archer und Reed fällen mehr Borg mit den Phasenpistolen als Picard oder Janeway mit den 'minderwertigen' Phasern.

Außerdem seit wann besitzen die Borg die Möglichkeit, ganze Konsolen mithilfe ihrer Assimilationsklauen zu erschaffen? Und warum bleiben sie nicht auf der Enterprise, und fangen dort an alles zu assimilieren? Warum beamen sie gegen Ende hinaus? Nur das die Geschichte ein befriedigendes Ende hat? Und warum bleiben sie nicht überhaupt auf der Erde? Damit die Enterprise was zum zerstören hat

Um das ganze noch zu toppen; die Enterprise erhält Fotos von der Erde, welche die Drohnen ganz genau zeigen; die Trümmerteile in der der Arktis sind immer noch vorhanden, ein Teil der Enterprise wird borgifiziert (wenn auch gering)…..und Picard hat keine Ahnung, wen er dann 200 Jahre später gegenübersteht! [Übrigens, es wurde derselbe Trick wie in Acquisition angewandt; die Borg nannten, wie die Ferengi, ihren Namen nicht und man hörte nur ein abgehacktes „You will be assimilated; Resistance is futile“ (es war zu hören das da jemand das berühmte Tonfile das ja normalerweise mit „We are the borg“ beginnt, geschnitten hat)….Wie einfallsreich, offensichtlich glaubt man damit die Kontinuität zu erhalten...]

Noch dazu kommt dass man vorher von den Produzenten versichert bekam, dass erklärt werden würde, warum Picard nichts von den Borg weiß. Fehlanzeige. Auch die Gruppe um Commander Shelby aus TNG: The best of Both Worlds / Angriffsziel Erde, fing auch von Null an; und was ist mit Picard in FC selbst? Oder ist das einer (der vielen) Zeitreisenprobleme, das er noch nichts in der Datenbank über den eigenen Vorfall hat? Ganz zu schweigen von Chocranes Rede in Princeton, bei der er kybernetische Wesen erwähnte die die Erde angriffen. Seltsam auch das Archer sich sofort daran erinnern kann und einen Querverweis in der Enterprise Bibliothek findet, während die Wissenschaftler im 24 Jhdt. alles komplette Nieten sein müssen, das sie nicht einen Verweis aus der Geschichte finden.

Fast erscheint es kurios, das die Borg ein Signal losschicken konnten, das 200 Jahre später im Deltaquadranten eintrifft (Laut Archer existiert der Begriff Deltaquadrant schon….), denn es kann entweder der Kontinuität helfen, indem die Borg jetzt noch einen Grund bekamen in Richtung Erde vorzustoßen, oder es kann dieselbige stören, bedenkt man all die Dinge die passiert sind, bzw. all die Gegenstände die noch da sind, denn warum forscht die Föderation da nicht weiter, wenn sie wissen, das die Borg unterwegs sein werden? Die Borg sind laut den Hansens in VOY: The Raven / Der schwarze Vogel bzw. Dark Frontier / Die dunkle Grenze, ein Mythos. Hat man denn die Borg dann doch wieder vergessen?

Der Titel der schlechtesten Hommage, geht zweifelsfrei an Reed mit seinem Sager: „The shielding of theirs was impressive, I might aswell have been firing holographic bullets.“ Natürlich auf Picards Holodeckzene in FC bezogen, aber vollkommen dämlich, wer würde das ganze Szenario mit holografischen Kugeln vergleichen, noch dazu da diese Technologie noch nicht existiert…

Wertung: Die Folge war an sich so nicht schlecht, aber ich bin immer noch der Meinung, dass es nicht notwendig war auf die Borg zurückzugreifen. Diese Serie muss endlich auf die eigenen Beine kommen und nicht andere kopieren. Der Coolness Faktor der Borg täuschte nicht über Mängel hinweg.

3,7 / 10

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Folge 24

First Flight | Folgenindex

Plot:
Die Enterprise untersucht einen Nebel aus dunkler Materie, als Captain Archer eine traurige Nachricht von Admiral Forrest bekommt. Sein Freund A. G. Robinson, mit dem er zusammen am NX Programm gearbeitet hat, ist tot. Während Archer mit T’Pol in einem Shuttlepod den Nebel erforscht, lässt er noch einmal die Geschichte aus Rivalität und Freundschaft zu seinem totem Kameraden aufleben, indem er T’Pol erzählt, wie die beiden zu solch ungewöhnlichen Freunden geworden sind.

Review:

Eigentlich hört sich die Geschichte ja ganz nett an. Zwar nicht neu, aber immer wieder gut. Solche Flashbacks in die Vergangenheit ermöglichen immer eine gute Charakterentwicklung oder vielmehr eine Charaktereinsicht. So gesehen beispielsweise bei Picard in TNG: Tapestry / Willkommen im Leben. Genau wie in der TNG Folge soll es zeigen das ein bestimmter Vorfall das Leben der Captains verändert hat bzw. sie sogar zu den guten Captains gemacht hat die sie heute sind.

Doch die Geschichte hatte Mangelerscheinungen. Ist es eigentlich immer notwendig das gute Captains gerne die Regeln brechen, um gute Captain zu sein (oder zu werden)? Mal ernsthaft: Archer stiehlt das Shuttle, riskiert sein Leben um das NX Programm am Laufen zu halten. Was stimmt an diesem Satz nicht? Star Trek hatte immer schon eine Schwäche für Regelbrecher, und deren Idealisierung. Star Trek III zeigt genau dasselbe, die Crew stiehlt heldenhaft ein Schiff, um heldenhaft Spock zu retten, weil sie es unbedingt besser wissen müssen. Im Endeffekt war es dort wie hier gerechtfertigt, Spock war gerettet, das NX Programm geht weiter, Kirk wird "degradiert" und Archer sogar Captain der Enterprise.

Manchmal muss ein Mensch Risiken eingehen, er muss entscheidungsfähig sein, ich könnte mir vorstellen dass gerade im All solche Qualitäten gefragt sind. Aber gerade hier hatte Archer (wieder) mehr Glück als Verstand, was wenn das Schiff ebenfalls explodiert wäre? Gut es ist nicht explodiert – aber wenn, dann wäre das Programm gleich noch weiter zurückgeworfen worden.

Und was sollte dieses „heldenhafte“ (ich merke schon ich benutze dieses Wort zu oft ;) ) Verweigern von Robinson als er auf Warp 2.2 hinaufstieg, obwohl ein Abbruch befohlen wurde. Die Order war Warp 2 (Auch Archer sieht da nicht gut aus, den er befiehlt zuerst mehr Geschwindigkeit), nicht mehr. Übrigens war das einer der gröberen Fehler der gesamten Story. Das Schiff hielt sich bei Warp 2 ganz gut, denn das war auch die Prämisse des Schiffes; nicht Warp 2.05, nicht Warp 2.1 und schon gar nicht Warp 2.2!!!

Wenn ein Schiff nicht dafür ausgelegt ist, darf man sich dann auch nicht wundern wenn es knallt. Es war ganz klar ein Fehler des Piloten (vielleicht auch von Archer), nicht des Konstrukteurs. Man versucht erstmal die angepeilte Geschwindigkeit zu erreichen, Daten zu sammeln und dann arbeitet man von dort aus weiter.

Keith Carradine der Special Guest, spielte seine Rolle als risikofreudigen Draufgänger ab. Nicht mehr, nicht weniger. Es lag wohl vielleicht an der Story, die ihm auch nicht wirklich Freiraum gegeben hat.

Zur Kontinuität gibt es diesmal ein großes Plus: Man sah Ruby die Kellnerin die bereits in den vorigen Folgen erwähnt wird und den Klub in dem sie arbeitete.
Dann wurde noch New Berlin erwähnt, von der wir wissen dass es eine Stadt am Mond ist (Riker’s Kommentar in First Contact), offenbar ist sie bereits zu dieser Zeit erbaut worden. Das Design der NX-Alpha und NX-Beta hat sich offensichtlich stark an der Phoenix orientiert, im Zusammenhang mit New Berlin, der zweite Zusammenhang mit First Contact. Mir gefiel dieses Design, allerdings frage ich mich warum man unbedingt im diesem Raketenstil bauen musste? Waren noch andere Interkontinentalraketen übrig geblieben?

Die Effekte (das könnte ich eigentlich jetzt bei jeder Folge schreiben) waren wieder ausgezeichnet, ich bemerke allerdings in den letzten Folgen immer wieder Fehler – vor allem falsche Töne zu falschen Waffen. (Wie am Schluss von Regeneration). Diesmal hat man für die kleinen Sprengsätze ebenfalls denselben Sound wie für die Torpedos benutzt – erstaunlich dass so ein kleines Shuttle, Torpedos abschießen kann

Wertung:

Es ist zwar Star Trek typisch das jeder ein dunkles Kapitel hat, der irgendeine Disziplinlosigkeit inbegriffen war, und daraus Lehren gezogen wurden – aber diese Geschichte war definitiv schlecht erzählt und ich frage mich warum Archer sich dieses Risikogeschwafel genau von diesem Mann abschaute, der so eine fragwürdige Vorbildwirkung besitzt. Mhhh, hätte ich eine böse Zunge, würde ich sagen, das er zu stark auf Archer abgefärbt hat, wenn ich mich so an manche Folgen erinnere...

[Update] Braga sagte nach der Folge, das es eine Botschaft an die NASA war, den bemannten Raumflug fortzusetzen…..Na das ist eine Botschaft: Werft alle Sicherheitsvorkehrungen über Bord, wichtig ist nur, das die Raumfahrt weiter betrieben wird! Zumindest ist es das was ich in der Folge sehe…

3,5 / 10

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Folge 25

Bounty | Folgenindex

Plot:

Archer wird vom tellaritischen Kopfgeldjäger Skalaar gefangen genommen. Es stellt sich heraus, das er ihn für die Klingonen fing, die auf ihn ein Kopfgeld aussetzten, nachdem er von Rura Phente geflohen ist. Nach einiger Zeit gelingt es Archer den Kopfgeldjäger davon zu überzeugen ihm zu helfen. Tatsächlich gelingt Archer mithilfe Skalaar die Flucht von den Klingonen. Währenddessen wird T’pol mit einer Mikrobe infiziert, die das Pon Farr auslöst. Nur unter Schwierigkeiten gelingt es, die Mikrobe abzutöten und sie so aus dem Pon Farr zu befreien.

Review:

Enterprise musste sich in letzter Zeit immer öfters den Vorwurf gefallen lassen, nichts neues mehr zu bringen - und es gibt in der Tat Ideenrecycling. Das geht manchmal gut, aber öfters schlecht aus, vor allem dann wenn man seine eigenen Ideen kopiert: Wie bei Fortunate Son und Horizon, die sich extrem ähneln, gab es auch hier verschiedene Merkmale die aus anderen Folgen wiederbenutzt worden sind. Archer wird gefangen genommen und freundet sich mit dem Kopfgeldjäger an, das Szenario war dasselbe wie in Canamar. Der Crash und Archers "Hilfe" war aus Dawn wiederverwertet worden und die Flucht von dem Klingonenschiff in der Notkapsel war eine Kopie aus Precious Cargo. Abgesehen davon, ist es das jetzt das dritte Mal das Archer festgenommen bzw. entführt wird.

Hält man den Zuschauer für komplett dämlich, und glauben die Produzenten dass da niemand draufkommt? Bounty schlägt mit dem Storyrecycling dem Fass den Boden aus. Was soll man dann noch von einer Story erwarten, die man bereits gesehen hat? Noch dazu war die ganze Story ein wenig seicht, man hat immer erwartet das jetzt etwas einschneidendes passiert, (vor allem etwas neues) aber bis auf Szenen die man schon einmal in einer anderen Form kürzlich gesehen hat war da nicht viel!!!

Kommen wir aber das auf das sich pubertierende Teenager schon am meisten freuen: T’pols Pon Farr. Star Trek hat sich dazu bis jetzt immer bedeckt gehalten, ob Vulkanische Frauen ebenfalls darunter „leiden“ oder nicht. Insofern stellt es auch keinen Bruch dar, das T’Pol in das Pon Farr kommt, und an sich habe ich kein Problem damit, dass es eingesetzt wird. Ich habe aber Bedenken mit der Art und Weise WIE es aufgearbeitet worden ist. Die DeCon Kammer ist wirklich ein perfekter Ort um solche feuchten Träume wahr werden zu lassen. Das Licht, die Schwitzeinlagen, die Berührungen…..erinnern mich fast an einen Softporno. Oops, ich schreibe ja keine Rezession über „T’Pol gone wild“, sondern über eine Star Trek Episode!!! Als T’Pol wieder aus ihrem Pon Farr erwachte, hatte ich fast das Gefühl das die Schauspielerin sich ein wenig schmutzig gefühlt hat, denn die Art und Weise wie T’Pol sich dessen geschämt hatte, war mehr als nur überzeugend von Mrs. Blalock gespielt worden. Fast schon zu überzeugend…

Als wäre das noch nicht genug; setzt uns diese Folge nicht nur bereits genutzte Storyelemente sondern auch bereits genutzte Schiffe vor: Die cardassianische Station war mir ein Dorn im Auge. Das Klingonische Schiff war zumindest kein Schiff aus dem 24. Jhdt und sogar eine Neuentwicklung, aber es fällt völlig aus dem Rahmen der sonstigen klingonischen Schiffe, ein völliger Missgriff, hätte man das Innere nicht gesehen, wäre es gar nicht als solches aufgefallen.

Als einer der wenigen Pluspunkte sind die Tellariten zu verzeichnen. Ihr neues Make-Up ist wirklich vortrefflich gelungen. Die Mimik und die Gestik waren ebenfalls ausgezeichnet, mir gefiel vor allem die Szene als er sich aufregte, weil er Archer beim Sabotieren erwischte. Kaum merklich war hier mit dem Computer nachgeholfen worden, das verdient Annerkennung. Außerdem hat mir der erste Dialog über die Tellariten gefallen, in dem auf ihre Streitkultur hingewiesen worden ist. Das passt perfekt mit dem was man in TOS Journey to Babel / Reise nach Babel bereits gesehen hat. Perfekt dazu passt das Archer sich sogar an die Audiokommunikation aus Dead Stop erinnern kann.

Wertung:

Was soll ich über eine Episode schreiben die eigentlich nichts Neues geboten hat? Die Story war nicht ansprechend und größtenteils kopiert.
Das Pon Farr wurde erwartungsgemäß ausgeschlachtet, und zwar in einer Weise die ich persönlich nicht schätze. Einzig und allein die Szene in der sie erwacht, war wirklich hervorragend. Und endlich sehen wir die Tellariten. Ich bin sehr zufrieden wie sie ausgefallen sind. Einzig und allein diese zwei Punkte sind es die Bounty vor der kompletten Blamage retten. Ich wollte ursprünglich eine 3 geben. Aber nach reiflichem Überlegungen bin ich der Ansicht, dass mir dieses Recycling missfällt, es gibt zwar gutes Recycling wie Cogenitor, aber das hier war nur noch eine „Kopieren und Einfügen“ Geschichte. Und eine schlechte noch dazu.

2,3 / 10

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Season Finale; Folge 26

The Expanse | Folgenindex

Plot:

Eine Sonde unbekannter Bauart greift die Erde an und zerstört halb Florida. Durch die Suliban erfährt Archer das die Xindi dafür verantwortlich waren, eine Rasse die sich im Delphic Expanse aufhält. Dieser Ort ist allerdings nicht ungefährlich, da bis jetzt kaum jemand lebend von dort zurückgekehrt ist. Die Enterprise wird losgeschickt um die Xindi ausfindig zu machen. Währenddessen startet Duras mit einem Schiff, um Rache zu nehmen, er verliert aber in einem furiosen Kampf gegen Archer und sein Schiff wird zerstört.

Review:

Kaum eine Folge zuvor wurde so angepriesen wie "The Expanse". Die offizielle Star Trek Seite hat ein eigenes Deckblatt entworfen, das eine Woche lang die Homepage zierte. Im Internet gingen massenweise Gerüchte um, und Berman sprach von einer neuen Richtung, die mit The Expanse eingeschlagen werden würde.

Ich bin immer noch am rätseln, welche Richtung gemeint ist. Aber das Rätseln geht dahingehend weiter, da ich absolut nicht weiß wie ich diese Folge ansehen soll.

Die Klingonen, die Suliban, der Future-Guy, die neue Rasse der Xindi…..es war eine volle Party. Da fällt es auch schwer einen Ansatz zu finden. Ich fange einmal mit der Grundstory an: Warum wieder eine neue Rasse? Reicht es denn nicht, dass wir schon genug Rassen haben? Warum behandelt man nicht die Romulaner zuerst? Nun, wahrscheinlich deswegen weil wir sie nicht sehen dürfen. Vor dem Zwischenfall zwischen der Enterprise NCC-1701 und dem romulanischen Bird-of-Prey ist ja nicht bekannt wie die Romulaner aussehen [TOS: Spock unter Verdacht / Balance of Terror]. Und damit lässt sich offenbar nicht viel anfangen.
Die Klingonen waren möglicherweise ein Absch(l)uss der Duras Geschichte und offenbar waren sie auch nur da um einen coolen Fight mit der Enterprise zu liefern. Die Klingonen sollten möglicherweise für die Story als Pausenfüller kommen, da nicht zuviel von der dritten Staffel vorweggenommen werden sollte. Es ist ihnen mäßig gelungen. Für die Kontinuität zuträglich, für die Story war es aber vielleicht eine Rasse zu viel.

Brannon Braga sprach im Vorfeld davon dass der 11. September und dessen nachfolgende Politik jetzt auch in Star Trek Einzug gefunden hat. Meine Ohren spitzen sich; In welcher Weise wird es Einzug finden? Neben dem Recycling das Enterprise momentan betreibt muss es sich in letzter Zeit auch den Vorwurf des amerikanischen Patriotismus gefallen lassen. Eines vorweg, ich mag die Idee, mit der The Expanse gestartet ist, eine "terroristische" Attacke als Präventivschlag gegen die Erde, weil die Xindi befürchten das die Menschen sie in 400 Jahre auslöschen werden. Kommt das bekannt vor? Richtig wie Braga gesagt hat, eine Allegorie auf den 11. September und die nachfolgende Präventivschlagpolitik. Gute Idee, da kann Star Trek wieder an seine großen Zeiten anschließen und wieder einmal eine Botschaft vermitteln und diesmal sogar mit größerer Tragweite. Bravo. Das große Aber, steht aber noch bevor. Wie wird das verarbeitet werden? The Expanse lässt uns für einen Cliffhanger erwartungsgemäß im Regen stehen. (Anmk: Ich hasse Cliffhanger, sie sind nur dazu da die Spannung und die Erwartungshaltung aufrecht zu erhalten um dann im 2 Teil enttäuscht zu werden) Ich muss wirklich sagen das ich gespannt bin WIE sie es aufarbeiten werden, nachdem was man sich in manchen Episoden geleistet hat, halte ich den Atem an.

Einige Szenen lassen es vielleicht erahnen. *)Die Crew allen voran Trip, der ja seine Schwester verloren hat, ist sauer. *)Es wird getrauert und die Crew bereitet sich grimmig auf ihre Mission vor. *)Archer sagt das sie alles tun werden was nötig ist, *)Trip spricht vom Kampf….. Hier war der schmale Grat zwischen dem was manche Trek Fans als Patriotismus und manche als normale Reaktion empfanden, offensichtlich. Vorerst bin ich der Meinung dass es eine normale Reaktion auf so eine Katastrophe war. Erst beim zweiten Teil werden wir (hoffentlich) sehen wie es aufgearbeitet wird. Diese Allegorie könnte nämlich einer der besten der letzten Jahre in der Star Trek Geschichte werden.

Mir fiel es im ersten Moment gar nicht auf – aber diese Folge ging über Monate und doch wurde vieles behandelt als würde es Tage dauern. Das war ein stilistischer Fehler, damit nichts aufgearbeitet werden sollte oder konnte. Ich tippe allerdings auf ersteres. Wann wird denn Verantwortlich klar dass dieser Background des 22. Jhdt. sich eben nicht leugnen lässt? Die Schiffe sind eben nun einmal langsamer, darum hat diese Folge sich ja auch über Monate hinweggezogen. Eigentlich ein guter Ansatz für Charakterentwicklung. Aber keiner entwickelt sich. Alles ist auf der Erde nach Monaten genauso wie am Tag als die Xindi angegriffen haben, und nichts ändert sich nach 7 Wochen als man dann endlich die Grenze der Expanse erreicht. Das ist unrealistisch.

Wo wir bereits bei Charakterentwicklung sind: T’Pol war für mich diesmal ein Mysterium. Ihre Beweggründe sind mir nicht ganz klar gewesen. Noch dazu ist das schon wieder ein Recycling: T’Pol widersetzt sich den Befehlen vom Vulkanischen Oberkommando, sie soll nach Vulkan zurückkehren…bla bla bla. Und schon wieder dasselbe.

Zu Soval bin ich eher….reserviert. Die Vulkanier erscheinen nicht unbedingt als solche und es sind auch schon Fehler gemacht worden (Stichwort: Gedankenverschmelzung). Ich erkenne an, das Vulkanier manchmal selbstgefällig erscheinen, auch Spock tat das. Allerdings ist Soval jetzt langsam nervtötend. Ich muss sagen dass ich ihn eigentlich nicht mehr beachte, weil er so völlig monoton seine Rolle abspult. Es ist eigentlich jedes Mal klar was kommen wird: Er wird sich ärgern und nicht von seinem hohen Ross runterkommen - eine fade Idee. (Ehrlich gesagt hätte ich ihn für das Review fast vergessen, so monoton war er) Abgesehen davon ist er auch nicht besonders logisch, hat er wirklich gesagt das Zeitreisen unmöglich sind, aber die Regeln der Physik im Expanse teilweise aufgehoben sind?

Das kurze Auftreten der Suliban war in Ordnung, allerdings bin ich langsam verwirrt. Was hat dieser Future Guy jetzt vor? Ich hoffe man kann das noch entwirren und schreibt jetzt nicht Story um Story und am Schluss haben wir ein Knäuel aus völlig unlogischen Geschichten. Ich mag die Idee des Temporalen Kalten Krieges; Action ist ja auch ein berechtigter Bestandteil des Trek Universums, und dieser Storybogen ist sehr vielversprechend.

Es gibt auch wieder etwas zum Kopfschütteln: Allen voran Photonic Torpedos….das war ja wohl der größte Witz überhaupt. Hoshi und Reed unterhielten sich darüber bereits in Sleeping Dogs und es war unbekannt, und jetzt geben wir einfach das Suffix ‚ic’ zum Photon dazu (= Photonic Torpedos), und schon sollen wir glauben dass es was anderes ist. Was für ein erbärmlicher Versuch die Enterprise stärker zu machen.

Dasselbe gilt für die Marines die an Bord kommen. Starfleet ist immer schon ein militärischer Arm der Föderation gewesen. Kann sich die Crew nicht selber verteidigen, oder hat man vor der Abreise darauf vergessen, Reed einen Sicherheitstrupp zuzuteilen. Was für ein erbärmlicher…..das hatten wir schon.

Die Effekte waren diesmal nicht 100 % in Ordnung. Der Angriff des Xindi Todesster…..erhm…Sonde, war lächerlich dargestellt. Die Erde sah aus als hätte man eine Textur aus dem Microsoft Flugsimulator genommen und eingefügt. Dagegen war der Kampf im Nebel, besonders gut in Szene gesetzt, auch der Soundtrack war wirklich einer der besten die ich gehört habe.

Endlich bekommen wir auch andere Starfleetschiffe aus diesem Jahrhundert zusehen; dummerweise kann man kaum etwas erkennen, da sie sich so schnell bewegen; Absicht?

Der Bird of Prey von Duras, sah zwar "alt" aus, aber ich fand immer das dieses Schiff eher in die Kirk-Erä passte. Ansonsten ist nicht wirklich etwas auszusetzen. (Es sei denn man glaubt den ersten Drehbüchern von Star Trek III; dort war der Bird of Prey ein romulanisches Design)

Wertung:

Das wird diesmal nicht leicht. Ich mag die Idee, den 11. September und die nachfolgende Präventivschlagpolitik in Star Trek zu behandeln. Leider ist das viel zu kurz und unrealistisch ausgefallen. Allegorieversuch ist ein Plus; das Wie, wieder ein Minus. Irgendwie ist diese Episode bezeichnend für die gesamte 2 Staffel. Mal viel Licht, mal viel Schatten und so hat sie auch geendet. Unter Umständen würde ich diese Episode ja als Durchschnitt betrachten, da es ein guter Versuch aber eben nur ein Versuch war, der nicht gut gelungen ist. Vor allem deswegen weil eben nichts beleuchtet worden ist, sondern ständig eine Crew zeigt, die sich über Monate darüber ärgert und sonst nichts dazu anzumerken hat. Dazu kommen noch Kleinigkeiten wie Soval oder Photonic Torpedos.

4 / 10

 

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